Amazon schränkt API Zugriffe ein
Heute morgen flatterte ganz unverhofft eine unscheinbare Mail von Amazon in das Postfach, die sich nach genauerem Hinsehen als doch eine ziemlich große Sache entpuppen könnte.
Sehr geehrter Product Advertising API-Entwickler,
Sie kennen die Amazon Product Advertising API als einen Service, mit dem Partnern Geld verdienen können, indem sie auf ihren Websites und in ihren Anwendungen für Amazon-Produkte werben und Traffic an Amazon zurücksenden. Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung zur Nutzung der Amazon Product Advertising API hat ergeben, dass einige Entwickler die API nicht effizient nutzen. Wir führen daher neue Richtlinien ein, die Entwicklern eine effizientere Nutzung der Amazon Product Advertising API ermöglichen. Ab dem 15. Oktober 2010 sollten Entwickler, die die API-Daten verwenden und mehr als 2.000 Calls pro Stunde an die API senden, für jede 500 Calls, die über 2.000 hinaus gehen, mindestens 1 EUR Umsatz auf Amazon erzielen.
Am 15. Oktober 2010 führen wir Kontrollen ein, um sicherzustellen, dass dieser Service von allen Entwicklern effizient genutzt wird. Diese Kontrollen können im Laufe der Zeit und von Entwickler zu Entwickler variieren, da die Effizienz der Anwendungen von Fall zu Fall beurteilt wird. Unsere Richtlinien sollen eine effiziente Nutzung der API ermöglichen und dabei Anwendungsentwicklern wie Ihnen die effektivste Werbefunktionalität und das effizienteste Feature-Set zur Verfügung stellen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Efficiency Guidelines“ auf der „Amazon Product Advertising API“ Homepage.
Vielen Dank, dass Sie für Produkte von Amazon.de werben.
Mit freundlichen Grüßen,
Das Product Advertising API-Team
Das ganze ist ein ziemlicher Schlag ins Gesicht für alle Preisvergleichstools und anderen Services rund um den Amazon Verkäufer, die diese Schnittstelle nutzen.
Einige von mir entwickelten Programme sind ebenso auf diese Schnittstelle angewiesen. Hier ist also bis zum 15.10.2010 umdenken angesagt und es muss ein Workaround geschaffen werden. Wenn > 1Mio Bücher am Tag verglichen werden sollen reichen eben 2000 Calls pro Stunde bei weitem nicht aus.
Anderst ist das ganze bei Online Seiten zu sehen, dort sollte/kann mit geeigneten Caching Mechanismen die Aufrufe doch deutlich reduziert werden. Ausserdem wird hier in den meißten Fällen auch genügend Umsatz generiert.
Die Entwicklung in der Sache bleibt aber weiterhin spannend.
